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Arsenal nach Arsene Wenger

Arsene Wenger und Arsenal wurden sogar zwei Jahrzehnte lang im selben Kontext erwähnt. Jetzt kam die langjährige Beziehung endlich zu Ende. Ja, die haben schöne Jahre miteinander verbracht, Trophäen gewonnen, den Champions League Pokal 2004 unbesiegt nach Hause getragen und viele andere Erfolge aber auch Rückschläge und Comebacks miteinander erlebt. Jetzt wird Wenger durch den Nachfolger Unai Emery ersetzt. Dessen Aufgabe ist es zu Beginn, für Ruhe im Umfeld zu sorgen und dem Team das Gefühl des erneuten Aufbruchs zu vermitteln. Es wird aber keinesfalls leicht und der Beginn einer neuen Epoche hat sich als ziemlich anspruchsvolles Ziel erwiesen.  

Emery hatte mit Arsenal einen raffen Start. Zuerst musste Arsenal Manchester City ins Auge blicken. Sofort ein Match gegen den Titelverteidiger – kann nicht leicht sein! Und direkt danach mit Chelsea, dem Sieger des FA-Cups und auf der Tabelle besser rangierten Team. Emery kam jedoch auf diese Position nicht nur wegen des schweren Starts. Er hatte mit Sevilla schon dreimal den Europa-League-Pokal gewonnen und an der Seite von Paris St. Germain war er ebenfalls erfolgreich. Und jetzt soll er Wengers Erbe von zwei Jahrzehnten übernehmen. Die ganze Situation lässt sich vergleichen mit Fergusons Rücktritt aus Manchester United und seinen Nachfolger Moyes, der an der Aufgabe schrecklich scheiterte.

Wenger war ein Revolutionär, wenn es um den englischen Fußball geht. Arsenal hatte drei Meisterschaften in der Tasche. Eine von denen sogar unbesiegt. Doch in den letzten Jahren hat seine Magie nachgelassen und Arsenal hat sich sogar zwei Saisons hintereinander nicht für die Champions League qualifiziert. Er hat zugelassen, dass im Club Missmut auftaucht und eine Lethargie entsteht.

Emery soll erst mal wieder für Ruhe und Frieden sorgen

Es liegt auf der Hand, dass von Emery nicht erwartet wird, Arsenal sofort wieder zum Kandidaten für die Meisterschaft zu machen. Geduld muss man haben und viel arbeiten zugleich. Er soll zunächst wieder die Situation im Team beruhigen und für eine friedliche, entspannte Stimmung sorgen, denn der Club ist schon seit so vielen Jahren gespalten in diejenigen die für und gegen Wenger sind. Bestenfalls wird von ihm erwartet, dass er das Team wieder unter die besten vier zurückbringen kann. Auch das wird schon kompliziert genug sein.

Der Neubeginn wird Stück für Stück zu spüren sein. Ungefähr 80 Millionen Euro wurden bisher  für Transfers ausgegeben. Man hat damit die Positionen gesichert und gestärkt, wo das dringend benötigt wurde. Der neue Torwart kommt aus Leverkusen überliefert und heißt Bernd Leno. Lichtensteiner und Sokratis werden Abwehrspieler sein, während Torreira und Guendouzi im Mittelfeld spielen werden. Wie die Zugänge miteinander auskommen und spielen werden, bleibt jedoch abzuwarten.

Obwohl es schon am Anfang so viele ungeklärte Fragen und Fragezeichen gibt, kann man nur auf das beste hoffen und auf den Anbruch einer helleren Zukunft warten.

 

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