Fussball Euro 2008 - Bern eine Stadt mit Fussballgeschichte und historischen Sehenswürdigkeiten

Bern, eine Stadt mit Tradition und Fußballgeschichte, wo Erinnerungen wach werden. Wir schreiben das Jahr 1954. Damals holte sich die deutsche Nationalmannschaft als krasser Außenseiter seinen ersten Fußball Weltmeistertitel und zwar mit einem 3:2 Sieg über die hoch favorisierten Ungarn. Ein Spiel das unlängst in die Fußball Annalen eingegangen ist und zur Legende wurde. Damals wie heute bekannt als das Wunder von Bern. Unvergessen bleibt natürlich auch der Ausruf vom Kommentator Herbert Zimmermann vor dem alles entscheidenden Siegtor für Deutschland: „Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen - Rahn schießt…Tor! Tor! Tor! Tor für Deutschland!“ Erinnerungen, bei denen viele Fußball Fans sicherlich eine Gänsehaut bekommen.

Gut 54 Jahre später sollte Bern wieder einmal im Focus des Fußballs stehen. 2008 veranstaltete nämlich die im 12. Jahrhundert gegründete Zähringer-Stadt als einer von vielen Standorten die Fußball Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. Doch Bern hat natürlich wesentlich mehr zu bieten als nur Fußball Anekdoten und ist immer eine Reise wert. Man denke nur an die Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise das mächtige Münster oder den Zytgloggenturm. Besucher fühlen sich urplötzlich in vergangene Zeiten zurückversetzt. Als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet und geschützt, begeistert die mittelalterliche Altstadt also nicht nur durch die Fußball Geschichte, sondern auch durch ihre Architektur und den speziellen Flair.

Genau diese Eindrücke wollen wir festhalten und Ihnen nun einen kurzen Überblick zur Stadt mit samt den Sehenswürdigkeit, den Lebensgewohnheiten und natürlich auch zu den Highlights der Fußball Europameisterschaft 2008 sowie vieles mehr geben.


Bern – Historisches, Zahlen & Fakten

Beginnen wir mit einigen historischen Fakten und Zahlen. Bern ist die Bundeshauptstadt der Schweiz sowie das politische Zentrum der Eidgenossen. Die Stadt beherbergt die Bundesregierung und zahlreiche weitere Institutionen. Neben Zürich, Genf und Basel zählt Bern zu den größten Gemeinden der Schweiz mit 128.196 Einwohnern (Zählung Anfang 2007). Die 1191 gegründete Zähringer-Stadt ist mit ihren charakteristischen Lauben teilweise in ihrer ursprünglichen Form noch heute erhalten. 1353 trat Bern der Eidgenossenschaft bei und entwickelte sich bis ins 16. Jahrhundert zum größten Stadtstaat nördlich der Alpen. Im Jahr 1983 wurde die Berner Altstadt in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Topografisch gesehen, grenzt die Aare (Fluß) die Stadt hufeneisenförmig ab.

Interessante Links zur Stadt Bern:


Die „Stadt der Bären“, als Landeshauptstadt des Kantons Bern, ist verkehrstechnisch exzellent erschlossen. Nicht zuletzt weil sich in Bern auch die meisten ausländischen Botschaften befinden.

Die Stadt mit ihren eingangserwähnten knapp 130.000 Bewohnern liegt 542 Meter über dem Meeresspiegel und bedeckt eine Fläche von 51,60 km². Die Amts- und Schriftsprache ist Deutsch. Gesprochen wird allerdings „Berndeutsch“ – Eine lokale Version der schweizerdeutschen Mundart.

Weiterführende Informationen zu Bern, wie Topografie, Geologie, Klima, Geschichte, Bevölkerung oder Politik, sind zu finden bei Wikipedia.


Sehenswürdigkeiten in Bern abseits der EURO 2008 Fanmeilen

Wie falsch Klischees sein können, beschreibt am besten Bern selbst – Eine Stadt, die eher einen langweiligen Ruf nachgesagt wird. Doch wenn man ehrlich ist, hat Bern dem einiges entgegenzusetzen und zwar nicht nur während der Euro 2008! Natürlich war eines der Highlights für Fußball-Fans, das im Jahre 2005 eingeweihte Stade de Suisse, wo die drei EM 2008 Gruppenspiele stattfanden. Mit dem vier Jahre zuvor abgerissenen Wankdorf-Stadion hatte das Stade de Suisse im Grunde nur noch den Standort gemeinsam. Aber auch abseits des Männersports hat die Stadt Bern so einiges zu bieten.

Touristen sollten unbedingt der Berner Altstadt einen Besuch abstatten. Die meisten Attraktionen des zum Unesco-Weltkulturerbe erklärten Zentrums sind mit dem öffentlichen Nahverkehr und später dann zu Fuß gut zu erreichen. Besonders bekannt ist hier der Zytgloggeturm aus dem 12. Jahrhundert, an dem sich zur vollen Stunde viele Touristen und Besucher versammeln, da an der Fassade ein Figurenspiel gezeigt wird. Von dort aus bietet sich ein weiterer Abstecher zum berühmten Berner Münster an – Der größte Sakralbau der Schweiz beeindruckt auch zugleich mit dem höchsten Kirchturm des Landes.

Ebenso idyllisch erscheinen die mit Kopfstein gepflasterten kleinen Gassen mit den vielen geschmückten Brunnen. Die für Bern typischen „Lauben“ sind am besten zu bestaunen entlang der Kram- und der Gerechtigkeitsgasse, wo sich diese auf beiden Seiten davon erstrecken. Gleich in der Nähe ist das Albert-Einstein-Museum befindlich. Hier hat der berühmte und bekannte Physiker bis 1905 gewohnt. Außerdem entzückt die Altstadt mit viele wunderschöne Arkadengänge, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten.

Desweiteren ist das „Zentrum Paul Klee“ etwas außerhalb von Bern immer einen Besuch wert. Das Ausstellungshaus nahe des Schosshalden-Friedhofs beherbergt mehr als 4000 Werke des Künstlers (1879 bis 1940). Ein weiterer Besuchermagnet und auch gleichzeitig das Wahrzeichen von Bern ist natürlich der Bärengraben, wo zwei alte Braunbären leben. Für Bern hat der Bärengraben eine große touristische Bedeutung. Vielen Tierschützern ist die Haltung der beiden Bären jedoch ein Dorn im Auge. Aus diesem Grunde wurden die Bären 2009 in einen deutlich größeren „Bärenpark“ verlegt. Der „neue“ Bärenpark wurde am 22. Oktober 2009 eingeweiht und die Eröffnung für die Besucher erfolgte dann schließlich am 25. Oktober 2009. Die Berner Bären haben nun einen "Wohlfühlpark" von rund 6000 m² Fläche am Ufer der Aare zur Verfügung. Der große Bärengraben ist jedoch nach wie vor für die Bären zugänglich.


Die Berner im Focus

Bern ist genau das Gegenteil von Zürich, Genf oder Basel. In der Zähringer-Stadt geht es einfach etwas ruhiger und auch gemütlicher zu. Den Bernern wird nachgesagt in der Schweiz, dass sie beherrschter und schweigsamer sein sollen. Viele Touristenführer bestätigen dieses Bild, welches als Image an den Bernern haftet. Besonders beim Dialekt wird dies deutlich, der der langsamste von allen sein soll. Wenn man die Einwohner beschreiben sollte, wäre wohl am passendsten, dass man hier keinen Stress sowie keine Hektik kennt.


Austragungsort der Gruppenspiele - Stade de Suisse Wankdorf / Bern

In Bern wurde bereits Fußballgeschichte geschrieben. Bei der Fußball Weltmeisterschaft im Jahre 1954 vollbrachte die deutsche Nationalmannschaft ein wahres „Wunder“ und setzte sich im Endspiel gegen die bis dato ungeschlagene Mannschaft aus Ungarn mit 3:2 Toren durch. Die Begegnung fand damals noch in der Wankdorf-Arena statt. Dieses Stadion wurde jedoch 2001 abgerissen. Seit 2005 erstrahlt das Stade de Suisse in neuem Glanz.

Das Stade de Suisse ist die Heimat der BSC Young Boys. Hierbei handelt es sich um einen der traditionsreichsten Klubs in der Schweiz. Wie bereits erwähnt, wurde das legendäre Wankdorf-Stadion am 3. August 2001 abgerissen und machte somit Platz für eine neue Multifunktions-Arena. Diese trägt den Namen Stade de Suisse und besteht aus 30.000 überdachten Sitzplätzen, wobei die Gesamtkapazität sich auf 32.000 Zuschauer beläuft.

Die Anlage ist als grandios zu bezeichnen. Im Inneren befinden sich ein Einkaufzentrum, Restaurants, Hotels und ein Schulgebäude. Darüber hinaus soll das Dach vom Stade de Suisse demnächst mit der größten Solaranlange der Welt verziert werden.

Während der Fußball Europameisterschaft 2008 wurden einige Spiele der Gruppe C im Stade de Suisse ausgetragen. Somit traten Frankreich, Holland, Italien und Rumänien in Bern gegeneinander an. Am Ende sollte sich Holland mit drei Siegen und nur einem Gegentor den Gruppensieg sichern. Italien landete auf dem zweiten Tabellenplatz nach dem Ende der Vorrunde.

Bei der Euro 2008 spielte natürlich auch die Infrastruktur eine mehr als wichtige Rolle. Die Arena ist nur knapp 15 Kilometer vom nächstgelegenen Flughafen entfernt. Darüber hinaus ist eine S-Bahnstation direkt am Stadion zu finden. Auch Bus- und Straßenbahnen Anbindungen sorgten während der EM 2008 für einen reibungslosen Transport der Besucher.


EURO 2008 Gruppenspiele in Bern

Während der Euro 2008 war Bern in Oranje getaucht. Drei Spiele der Vorrunde wurden im Stade de Suisse in Bern ausgetragen. Hierbei handelte es sich um drei Begegnungen aus der Gruppe C – Alle samt mit holländischer Beteiligung. Auf diese äußerst spannenden EM 2008 Begegnungen möchten wir im Folgenden ein wenig genauer eingehen.

Gruppe C, 1. Spieltag Holland – Italien - 3:0

Am ersten Spieltag in der Gruppe C sollten in Bern mit Holland und Italien gleich zwei Titelanwärter aufeinander treffen. Nach einer kurzen Abtastphase sollten die Italiener zur ersten Kontergelegenheit kommen. Di Natale suchte Toni mit seinem Pass. Dieser kam jedoch einen Schritt zu spät und konnte somit keinen Profit aus der Torchance schlagen. Mit steigender Spieldauer konnten die Holländer sich eine optische Überlegenheit erspielen. Diese sollte anfangs jedoch nicht unbedingt in Torchancen münden. Dennoch ging man nach 26 Minuten durch van Nistelrooy in Führung. Nur fünf Minuten später setzte die Oranje nach und kam durch Sneijder zum 2:0. Bei diesem Ergebnis sollte es bis zum Pausenpfiff bleiben. Nach dem Seitenwechsel versuchten die Italiener mit allen Mitteln den Anschluss zu erzwingen. Man tat sich jedoch schwer den passenden Torabschluss zu finden. Die Holländer stand sehr tief und ließen die Squadra Azzurra Druck aufbauen. Dennoch war man stets durch das Konterspiel gefährlich. Nach 79 Minuten versetzte van Bronckhorst mit dem 3:0 den Italienern endgültig den Gnadenstoß. Dabei blieb es dann am Ende auch.

Gruppe C, 2. Spieltag Holland – Frankreich - 4:1

Die Holländer konnten den zweiten Spieltag ruhiger angehen als Frankreich. Die Franzosen kamen im ersten Gruppenspiel nur zu einem torlosen Remis gegen Rumänien. Holland setzte sich gegen Italien mit 3:0 durch. Frankreich erwischte den besseren Start und erspielte sich schnell die ersten Tormöglichkeiten. Der Treffer sollte dennoch nach neun Minuten durch Kuijt auf der anderen Seite fallen. Nach dem frühen Rückstand wirkten die Franzosen verunsichert. Die Oranje machten den besseren Eindruck und setzte der Defensive der Equipe Tricolore ordentlich zu. Darüber hinaus war diese alles andere als sattelfest. Dennoch wurden Ribery und Co mit steigender Spieldauer immer besser und konnten sich Torchancen erspielen. Van der Sar stand aber wie der Fels in der Brandung und ließ bis zum Pausenpfiff kein Gegentor zu. Nach dem Seitenwechsel brachte Bondscoach Marco van Basten Robben, da er sein Team zusehends in die Defensive gedrängt sah. Dennoch machten die Franzosen weiterhin Druck. Vor allem gab es in der 48. Spielminute einen Aufreger. Zu diesem Zeitpunkt prallte der Ball dem im Fallen befindlichen Ooijer an den Arm. Frankreich wollte einen Elfmeter. Dieser wurde aber nicht gegeben. Die Equipe Tricolore drängte weiterhin und vergab gute Möglichkeiten. Das sollte sich nach 59 Minuten rächen, als van Persie für das 2:0 sorgte. Selbst nach dem zweiten Gegentor gab sich Frankreich nicht auf und kämpfte unermüdlich weiter. In der 71. Minute wurde man mit dem Anschluss durch Henry belohnt. Holland hatte jedoch die direkte Antwort parat. Nur eine Minute später sorgte Robben für das 3:1. Die Partie blieb weiterhin spannend, da Frankreich sich nie aufgab und die Oranje gut konterten. In der Nachspielzeit sorgte Sneijder für den 4:1 Endstand.

Gruppe C, 3. Spieltag Holland – Rumänien - 2:0

Bereits vor dem letzten Spieltag stand Holland als Gruppensieger fest. Somit konnte man mehr als entspannt in die Begegnung gegen Rumänien gehen. Bondscoach Marco van Basten ließ nur seine B-Mannschaft auflaufen. Beide Mannschaften taten sich in den ersten Minuten schwer ins Spiel zu finden. Bei Holland schien sich das Team erst einmal finden zu müssen. Viele individuelle Fehler unterbrachen immer wieder den Spielfluss. Wirklich nennenswerte Offensivaktionen sollte es in der Anfangsphase kaum geben. Trotz einiger weniger Torchancen auf beiden Seiten sollte es im ersten Durchgang bei einem torlosen Remis bleiben. Nach dem Seitenwechsel war Rumänien zu passiv. Die Holländer hatten mehr vom Spiel und sollten nach 55 Minuten verdient durch Huntelaar in Führung gehen. Selbst nach dem Rückstand zeigten die Rumänen keinen Willen die Offensive in Szene zu setzen. Man machte Holland das Leben viel zu leicht. Kurz vor Schluss sorgte van Persie für den 2:0 Endstand.


EURO 2008 im Rückblick

Die Fußball Europameisterschaft fand 2008 in Österreich und der Schweiz statt. Das Turnier begann am 07. Juni und endete schließlich am 29. Juni 2008. Als Gesamtsieger der Euro 2008 ging Spanien hervor. Man setzte sich im Finale knapp mit 1:0 gegen Deutschland durch und konnte somit seit dem EM-Gewinn von 1964 erstmals wieder einen Triumpf feiern.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einen kurzen Rückblick zur Euro 2008 liefern und Ihnen auf diesen Weg einige sehr interessante Informationen liefern. Alles begann mit der sogenannten Qualifikation. Österreich und die Schweiz waren als Gastgeber automatisch qualifiziert. Somit kämpften 14 weitere Mannschaften um den Einzug in die Endrunde. Eine der größten Überraschungen während der Qualifikation war England gewesen. Man scheiterte knapp an Russland und konnte sich somit nicht für die Runde der letzten 16 qualifizieren.

Die Gruppenphase

In der EM 2008 Gruppe A konnte Portugal einen sehr guten Start hinlegen und setzte sich in den ersten beiden Gruppenspielen gegen die Türkei und Tschechien durch. Im letzten Spiel musste man sich gegen den EM CO-Gastgeber die Schweiz geschlagen geben. Hierbei handelte es sich gleichzeitig um den einzigen Sieg der Schweizer in der Gruppenphase. Trotz der drei Punkte stand das Ausscheiden dennoch fest. Die Türkei sicherte sich am letzten Spieltag der Gruppenphase den zweiten Platz in der Gruppe A. Man setzte sich mit einem knappen 3:2 Erfolg gegen den direkten Konkurrenten aus Tschechien durch.

Aus der EM 2008 Gruppe B gingen die Kroaten als Matchwinner hervor. Nach drei Spieltagen konnte man neun Punkte auf dem Konto aufzeigen. Die Konkurrenz um Deutschland, Österreich und Polen wurde in die Schranken gewiesen. Die deutsche Nationalelf hatte es da schon wesentlich schwerer. Am ersten Gruppenspieltag konnte man Polen, dank zwei Treffer von Podolski, mit 2:0 bezwingen. Im Anschluss unterlag man gegen Kroatien jedoch mit 1:2. Am letzten Spieltag kam es dann zum Showdown mit Österreich. Dank eines verwandelten Freistoßes von Ballack konnte man sich den zweiten Tabellenplatz sichern.

Holland dominierte die EM 2008 Gruppe C nach Belieben. Gegen Italien, Rumänien und Frankreich setzte man sich mehr als souverän durch und sackte neun Punkte ein. Nur ein Gegentor musste die Oranje in der Gruppenphase zulassen. Auf der anderen Seite wurden neun Treffer erzielt. Den zweiten Platz sicherte sich Italien in der Gruppe C. Mit einem 2:0 Erfolg am letzten Spieltag gegen den direkten Konkurrenten aus Frankreich konnte man den zweiten Platz für sich beanspruchen.

In der Euro 2008 Gruppe D fungierten die Spanier als Favorit. Dieser Rolle sollte man am Ende der Gruppenphase mit neun erbeuteten Punkten auch gerecht werden. Der Titelverteidiger aus Griechenland musste nach drei Gruppenspielen punktlos die Heimreise antreten. Die Russen sicherten sich am letzten Gruppenspieltag den zweiten Platz, indem sie sich gegen Schweden mit 2:0 durchsetzen konnten.

Das Euro 2008 Viertelfinale

Die vier Viertelfinalbegegnungen wurden innerhalb von vier aufeinanderfolgenden Tagen ausgetragen. Den Anfang machten Portugal und Deutschland. Dank der Treffer von Schweinsteiger, Klose und Ballack setzte sich die DFB-Auswahl nach 90 spannenden Minuten knapp mit 3:2 durch. Für Portugal waren Nuno Gomes und Postiga erfolgreich. Bundestrainer Löw durfte die Begegnung nur aus der Ferne betrachten, da er an diesem Tag eine Sperre absitzen musste.

Das zweite EM Viertelfinal Spiel zwischen Kroatien und der Türkei war eine sehr knappe Angelegenheit. Nach 90 Minuten trennten sich beide Teams mit einem torlosen Remis und somit musste man in die Verlängerung. In der 119. Minute brachte Klasnic die Kroaten in Führung. In der Nachspielzeit der Verlängerung konnte Semih Sentürk jedoch den Ausgleich erzwingen. Somit mussten beide Teams ins Elfmeterschießen. Dort verließ die Kroaten das Glück. Modric und Rakitic konnten ihre Elfmeter nicht verwandeln und somit setzte sich die Türkei am Ende mit 3:1 durch und zog ins Halbfinale ein.

In Basel trafen Holland und Russland aufeinander. Die Oranje spielte eine mehr als starke Gruppenphase und wurde auch in diesem Spiel als leichter Favorit gehandelt. Dennoch gingen die Russen durch Pavlyuchenko in Führung. Kurz vor Schluss sorgte van Nistelrooy für den Ausgleich. Somit ging es in die Verlängerung. Diese konnte Russland durch die Treffer von Torbinskiy und Arshavin mit 3:1 für sich entscheiden.

Das letzte Euro 2008 Viertelfinale wurde in Wien zwischen Spanien und Italien ausgetragen. Beide Mannschaften boten gewiss keinen Augenschmaus. Über die gesamte Spielzeit und auch in der Verlängerung sollte es zu keinen Toren kommen und somit mussten beide Teams das Elfmeterschießen bestreiten. Dort hatte Spanien die besseren Karten und setzte sich am Ende dank zwei gehaltener Elfmeter von Iker Casillas mit 4:2 durch.

Das Euro 2008 Halbfinale

Im ersten EM Halbfinale trafen Deutschland und die Türkei aufeinander. Die Türken erwischten einen guten Start und sollten durch Boral in Führung gehen. Nur vier Minuten später konnte Schweinsteigerden Ausgleich erzielen. Nach dem Seitenwechsel brachte Klose die Löw-Elf in Führung. In der 86. Spielminute sorgte Semih Sentürk für den Ausgleich. Kurz vor dem Abpfiff erzielte Lahm das 3:2 für Deutschland und sorgte gleichzeitig für den Einzug ins Finale.

Im zweiten Halbfinale trafen Russland und Spanien aufeinander. Bis zum Pausenpfiff blieb es bei einem torlosen Remis. Nach dem Seitenwechsel wurden die Spanier ihrer Favoritenrolle gerecht und setzten sich am Ende souverän mit 3:0 durch.

Das Euro 2008 Finale

Im EM 2008 Finale mussten sich Deutschland und Spanien miteinander messen. Die Begegnung wurde im Wiener Ernst-Happel-Stadion ausgetragen. Die Spanier waren im Finale klar die bessere Mannschaft und sollten zu einigen guten Torgelegenheiten kommen. Den einzigen Treffer im Endspiel erzielte Fernando Torres nach 33 Minuten. Dieses Tor sicherte den Spaniern gleichzeitig den Titelgewinn. Darüber hinaus stellte Spanien mit David Villa und seinen vier erzielten Toren den Torschützenkönig. Xavi ebenfalls ein Spanier wurde zum besten Spieler der EM gekürt. Weitere nützliche und interessante Informationen rund um die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz, beispielsweise zu den EM Gruppentabellen, Spielplänen, Statistiken und vieles mehr finden Sie als eine Art Rückblick auf wettbasis.com.


Die Euro 2008 für Bern ein toller Erfolg

Laut Medienberichten zufolge besuchten rund 930.000 Fans die beiden Public Viewings sowie die Fanzone in der Innenstadt. Nach Wien weist damit Bern den besten Wert an Besuchern auf. Zählt man nun noch die Besucher der Gruppenspiele hinzu (96.000 Fans), knackt die Stadt sogar die Millionengrenze! Trotz des enormen Fanansturms konnte das im Vorfeld bewilligte Budget (Kredit) in Höhe von 5,565 Millionen Franken um gut 600.000 Franken unterboten werden. Rückblickend hatte Bern somit nicht nur das kleinste Budget zur Verfügung, sondern gab auch deutlich weniger Geld aus als die anderen Austragungsorte der Fußball Euro 2008. Gründe für die vergleichsweise „geringen“ Kosten sind zu sehen in der engen Zusammenarbeit mit dem Kanton, natürlich der guten Organisation, dem Berner Euro 2008 Konzept sowie der Unterstützung durch die Berner Wirtschaft und der Kostenbeteiligung seitens der UEFA, des Bundes sowie des Schweizerischen Fußballverbandes.


Young Boys Bern – Der Traditionsverein in Bern

Beim BSC Young Boys, offiziell als Berner Sport Club Young Boys bekannt, handelt es sich um einen Sportverein aus Bern. Die Vereinsfarben sind Gelb und Schwarz. Die Gründung der BSC Young Boys läuft bereits auf das Jahr 1898 zurück. Somit handelt es sich um einen Traditionsverein aus der Schweiz. Vor allem die Fußball Abteilung des Klubs ist sehr bekannt. Die erste Mannschaft spielt in der Schweizer Super League. Bisher wurde man elfmal Schweizer Meister und konnte sich sechsmal den Schweizer Cup sichern. 1957 wurden die BSC Young Boys zum Schweizer Team des Jahres gewählt. Auch auf internationaler Ebene gehört der Verein zu den erfolgreichsten in der Schweiz. Man erreichte 1959 das Halbfinale des Europapokals der Landesmeister.

Die Heimspiele bestreitet die Mannschaft des BSC Young Boys im Stade de Suisse. Hierbei handelt es sich um eine High Tech Arena, die seit 2005 fertiggestellt wurde. Zuvor befand sich an dieser Stelle das Wankdorfstadion. Dieses wurde aber 2001 abgerissen.

Der BSC zeichnet sich durch eine aktive und treue Fangemeinde aus und war über lange Zeit der mitgliederstärkste Verein. Im Jahr 2011 zeigte man über 14.000 Vereinsmitglieder und verkaufte Jahreskarten auf. Somit sind die YB der größte Fußballverein der Schweiz. Darüber hinaus verfügt man sogar über eine eigene Juniorenabteilung. Die U21 (YB II) spielt in der 1. Liga Classic.